Arbeitsgemeinschaft Judentum und Christentum in der Evangelischen Kirche Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz

Willkommen

Wir, die Arbeitsgemeinschaft als Mitglied der befördern die gemeinsamen Ziele:

  • die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens entdecken und annehmen;
  • die grundlegende Bedeutung des Verhältnisses von Kirche und Israel für unseren Glauben bewusst machen;
  • die Begegnung von Christen mit Juden und dem Judentum bei uns, in Israel und in anderen Ländern ermöglichen und fördern;
  • die antijüdischen Tendenzen in der Überlieferung der Kirche und in unserem Glauben wahrnehmen und überwinden;
  • aller Judenfeindschaft in unserem Land entgegentreten;
  • Informationen über das Judentum erarbeiten und bereitstellen;
  • den Staat Israel und den Frieden mit seinen Nachbarn unterstützen.

Judenmission lehnen wir ab.

Die Arbeitsgemeinschaft wird von einem Gremium (Poalim) geleitet.

Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Thema: An Israel scheiden sich die Geister

26. September 2016 in der Ev. Vaterunser-Gemeinde, Detmolder Str. 17; 4. Etage Gemeindehaus, ab 17:00 Uhr

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

an Israel scheiden sich die Geister.

Eli Wiesel, dessen Stimme uns fehlt, dessen Worte uns auch über sein Grab hinaus Weisheit vermitteln und Wege weisen, hat einmal gesagt: Es bringe Freude in sein Herz, wenn Christen sich für Israel einsetzen. Und es zeige ganz einfach, dass Menschen doch etwas aus der Geschichte haben lernen können.

Literatur, Presse, Propaganda, Politik und alte Ressentiments machen es uns nicht immer einfach, Israel fair wahrzunehmen. Manches erfahren wir nicht oder verzerrt. Deshalb wollen wir unseren Blick und unsere Wahrnehmung schärfen:

Progamm:

  • 17.00 Uhr – Ankommen bei Tee & Butterbroten
  • 17.30 UhrWas wir oft nicht hören, erfahren, wahrnehmen., Ereignisse, Notizen, Gegebenheiten in und um Israel, Pfarrerin Annemarie Werner
  • 19.00 UhrDas Israelbild in deutschen Schulbüchern, Barbara Witting, vormalige Schulleiterin des Moses-Mendelssohn-Gymnasiums

Wir erinnern: der Tanach-Lesekreis trifft sich montags um 18:00 – 20:30 Uhr in der Albrechtstraße 14 E in den Räumen der Koepjohann’schen Stiftung!


Wir bitten noch einmal herzlich darum, dass diejenigen, die unsere Einladungen per mail empfangen können, uns Ihre e-mail-Adresse für die Einladungen zur Verfügung stellen. Und wir weisen darauf hin, dass wir dringend auf Spenden angewiesen sind: für den Postversand, für die Miete in der Marienkirche, die unser Hauptveranstaltungsort bleiben soll. Wir haben keinen Etat, bekommen keine regelmäßigen Zuschüsse. Wir sind immer wieder angefragt, Projekte zu unterstützen: die neue Synagoge in Cottbus etwa bittet um Zuschüsse für einen Thora-Tisch. Allen Spendern herzlichen Dank!

Bankverbindung: Kirchliches Verwaltungsamt Berlin – Mitte-Nord, DE16 5206 0410 3903 9955 77, Evangelische Bank: BIC GENODEF1EK1, Stichwort: AG Judentum und Christentum

Herzliche Grüße (im Namen aller Poalim), Annemarie Werner

veröffentlicht am
10. Elul 5776 /

Einladung zum 1. Lerntag

Der Glaube an den EINEN Gott

mit Rabb. Prof. Dr. Andreas Nachama & Pfarrerin. Marion Gardei

20. Juni 2016 in der Synagoge Herbartstraße, Herbartstraße 26, um 19:00 Uhr

Arbeitsgemeinschaft JUDENTUM und CHRISTENTUM

Nach der Ermordung von sechs Millionen Juden, die das christliche Europa – in der Hauptsache Deutschland – zu verantworten hat, haben wir uns zu einer doppelten Aufgabe verpflichtet.

ERSTENS: Wir versuchen, entgegen allen alt und neu verbreiteten Vorurteilen das Judentum so kennen zu lernen und zu verstehen, wie es wirklich ist. Wir versuchen solidarisch mit den Jüdischen Gemeinden und dem Staat Israel zu leben und treten jeder Judenfeindschaft, in welcher Form auch immer sie uns begegnet, entgegen.

ZWEITENS: Wir versuchen, unser Christentum mit seinen Jüdischen Wurzeln und mit seinen antijüdischen Verhaltensweisen von den Anfängen her zu erkunden. Dazu gehört das bewusste Wahrnehmen der ersten kirchlichen Konzile, die entsprechend ihrer judenfeindlichen Einstellung dann später im vierten Jahrhundert das Neue Testament mit seinen zum Teil sehr alten Texten konzilsgerecht zusammengestellt haben und dauerhaft prägen.

Wir freuen uns über jeden Menschen, der unsere Veranstaltungen bereichert und sich mit uns zusammen diesen beiden Aufgaben stellen will.

Karte und Zug- / Busverbindungen

  • S46 oder S41: S-Bahnhof Messe Nord / ICC
  • Bus M49 oder X34: Ausstieg Messe Nord/ICC

Fußweg ca. 8 Minuten, ca. 499 m


Wir erinnern: der Tanach-Lesekreis trifft sich montags um 18:00 – 20:30 Uhr in der Albrechtstraße 14 E in den Räumen der Koepjohann’schen Stiftung!


Da der von der Landeskirche für den Interreligiösen Dialog Beauftragte die der AG Judentum und Christentum zugesagte finanzielle und personelle Entlastung für den Briefversand wieder zurückgezogen hat, bitten wir herzlich um Spenden.

Bankverbindung: Kirchliches Verwaltungsamt Berlin – Mitte-Nord, DE16 5206 0410 3903 9955 77, Evangelische Bank: BIC GENODEF1EK1, Stichwort: AG Judentum und Christentum

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Thema: Die Trinitatiszeit

23. Mai 2016 in der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, ab 17:00 Uhr

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

bald beginnt die Trinitatiszeit – die zweite Hälfte des Kirchenjahres (beginnend mit dem Trinitatisfest am 22. Mai) Die meisten unserer Zeitgenossen wissen in der Regel nicht, was dieser Begriff bedeutet. Und auch mit der Übersetzung ‚Dreieinigkeit’ oder ‚Dreifaltigkeit’ können nur wenige etwas anfangen.

Und für diejenigen, die doch etwas darüber wissen, werfen die Begriffe nur um so mehr Schwierigkeiten auf: Ist der christliche Glaube wirklich eine monotheistische Religion? Oder betreiben die Christen ‚Vielgötterei’?

Und so laden wir Sie herzlich ein, von unseren Referenten besondere Aspekte zu diesem Thema zu hören und mit uns und unseren Referenten darüber nachzudenken.

Progamm:

  • 17.00 Uhr – Ankommen bei Tee & Butterbroten
  • 17.30 UhrWas steckt hinter der Trinität, hinter der heiligen Dreifaltigkeit?, Pfarrer Johannes Hildebrandt
    • Wir finden sie im Christentum.
    • Wir finden sie im Judentum.
    • Wir finden sie in der altasiatischen Lebensweisheit.
    • Keine Angst! Aller guten Dinge sind Drei.
  • 18.00 UhrAller guten Dinge sind DREI (! oder ?) - Trinitatis -  Gedanken zu den Lesungen an Trinitatis, dem "Fest des dreifach Guten", Pfarrerin Johanna Melchior, Cottbus

Wir erinnern: der Tanach-Lesekreis trifft sich montags um 18:00 – 20:30 Uhr in der Albrechtstraße 14 E in den Räumen der Koepjohann’schen Stiftung!


Da der von der Landeskirche für den Interreligiösen Dialog Beauftragte die der AG Judentum und Christentum zugesagte finanzielle und personelle Entlastung für den Briefversand wieder zurückgezogen hat, bitten wir herzlich um Spenden.

Bankverbindung: Kirchliches Verwaltungsamt Berlin – Mitte-Nord, DE16 5206 0410 3903 9955 77, Evangelische Bank: BIC GENODEF1EK1, Stichwort: AG Judentum und Christentum

Herzliche Grüße (im Namen aller Poalim), Annemarie Werner

veröffentlicht am
4. Ijjar 5776 (yom haAzmaaut) /

Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Thema: Flucht und Flüchtlinge

7. März 2016 in der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, ab 17:00 Uhr

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

‚Flucht und Flüchtlinge’ – dieses Thema bewegt auf sehr unterschiedliche Weise viele Menschen weltweit!

Und so laden auch wir Sie herzlich ein, von unseren Referenten besondere Aspekte zu diesem Thema zu hören und mit uns und unseren Referenten darüber nachzudenken.

Progamm:

  • 17.00 Uhr – Ankommen bei Tee & Butterbroten
  • 17.30 UhrFlucht und Flüchtlinge aus Jüdischer Perspektive, in Jüdischer Tradition und Erfahrung, Rabbiner Eli Reich
  • 18.00 UhrSteh auf - Fluchtgeschichten in der Bibel in christlicher Perspektive, Pfarrerin Anna Nguyen-Huu

Flucht und Flüchtlinge aus Jüdischer Perspektive, in Jüdischer Tradition und Erfahrung

Rabbiner Eli Reich

Eli Reich erhielt 2015 am Abraham Geiger Kolleg seine Rabbinerordination. Geboren in Schweden, studierte er in Israel, USA und an der Universität Potsdam Alt-Hebräisch, Jüdische Philosophie Bibelwissenschaften, Rabbinisches Judentum und Religionsgeschichte. Gegenwärtig hat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter einen Lehrauftrag an der Universität Potsdam im Institut für Jüdische Theologie. Der Vortrag wird in Englischer Sprache gehalten; eine deutsche Übersetzung liegt vor.


Steh auf - Fluchtgeschichten in der Bibel in christlicher Perspektive

Pfarrerin Anna Nguyen-Huu, Evangelische Dorfkirchengemeinde Britz

Warum flieht einer, wie flieht er - Verfolgung aus religiösen Gründen? Ein wieder hochaktuelles Thema! Was verändert die Flucht für den Fliehenden, für die Menschen, zu denen er flieht, für den Ort, von dem er weggeht, und für den Ort, zu dem er hin flieht?


Wir erinnern: der Tanach-Lesekreis trifft sich montags um 18:00 – 20:30 Uhr in der Albrechtstraße 14 E in den Räumen der Koepjohann’schen Stiftung!

Herzliche Grüße (im Namen aller Poalim), Annemarie Werner

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7. Adar 5776 /

Einladung zum 40 Jährigen Bestehen

30. November 2015 in der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin, 17:00 bis 20:30 Uhr

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

Von Zion geht Weisung aus, und Gottes Wort von Jerusalem!

Lange haben wir es angekündigt, nun ist es soweit, der Termin naht:
Die Arbeitsgemeinschaft Judentum und Christentum in der EKBO lädt anlässlich ihres vierzigjährigen Bestehens herzlich ein!

Am 10. November 1975 beschloss die UN-Generalversammung die antizionistische Resolution 3379, in der Zionismus dem Rassismus gleich gesetzt wird. Dies nahm Pfarrer Johannes Hildebrandt zum Anlass, mit einer Arbeitsgemeinschaft zum Thema Judentum und Christentum am 3. Dezember 1975 in der Sophiengemeinde in Berlin-Mitte zu beginnen.

Daran wollen wir erinnern!

Programm

  • 17:00 Uhr – Ankommen bei Butterbroten und Tee
  • 17:30 Uhr – Auslegung des Wochenabschnitts „Wajischlach“ (Genesis 32,4-36,43): Rabbiner Dr. Andreas Nachama
  • 18:00 Uhr – Rückblick auf die Gründung und die Geschichte der AG: Pfarrer Johannes Hildebrandt
  • 18:30 – „Lots Frau – erinnern, um zu leben“ Perspektiven für den jüdisch-christlichen Dialog: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für das interreligiöse Gespräch

Anschließend gibt es bei einem Imbiss Gelegenheit zu Grußworten.

„Von Zion geht Weisung aus und Gottes Wort von Jerusalem…“

Über ein kurzes Grußwort, eine Erinnerung, einen mahnenden oder wegweisenden Gedanken freuen wir uns. Bitte geben Sie uns Bescheid, wenn wir Sie an diesem Tag begrüßen dürfen und teilen uns mit, ob Sie auf unsere „Redner*innenliste“ aufgenommen werden möchten.

Die Termine für das Jahr 2016 werden sein: 7. März, 20. Juni und 19. September, sowie der 5. Dezember.

Schließlich noch etwas zum Tanach-Lesekreis: Er findet jetzt montags von 18:00 – 20:30 Uhr statt.

Anna Nguyen-Huu & Andrea Richter im Namen aller Poalim

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29. Cheshvan 5776 /

Hinweis zum Tannach Lesekreis

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

Der Tannach Lesekreis trifft sich immmer Montags ab 18:00 in den Räumen der Köpjohann'schen Stiftung, Albrechtstr. 14e in Berlin-Mitte

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Hinweis auf die neue Bankverbindung

Liebe Unterstützer, Liebe Mitglieder

Bitte beachten Sie unsere Neue Bankverbindung:

Kirchliches Verwaltungsamt Berlin Mitte-Nord: Stichwort oder zugunsten AG Judentum und Christentum

DE16 5206 0410 3903 9955 77

Evangelische Bank

BIC GENODEF1EK1

Vielen Dank

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Einladung zum Pogromgedenken

„Nach Wahrheit forschen, Schönes lieben, Gutes wollen, das Beste tun. Das ist die Bestimmung des Menschen.“

9. November 2015 in der Sophienkirche Berlin-Mitte, ab 19:30 Uhr

Wie seit 1978 alljärlich gedenken wir des Pogroms vom 09. November 1938 auch in diesem Jahr wieder in der Sophienkirche in Berlin-Mitte, Große Hamburger Str.

Die Geschichte und die Gegenwart des benachbarten Moses-Mendelssohn Gymnasiums wird im Mittelpunkt stehen, denn:

„Wirklich tot sind nur jene, an die sich niemand mehr erinnert.“

Deshalb laden wir, die Arbeitsgemeinschaft Judentum und Christentum, herzlich alle Menschen guten Willens ein, mit uns zu gedenken.

Beginn: 19.30 Uhr, Montag, 09. November

Die Veranstaltung wird von Jugendlichen und Erwachsenen gestaltet.

Zu der beinahe 250 jährigen Geschichte der Schule wird der Historiker Dirk Külow, Berlin seine Präsentation zeigen:

"Die Jüdische Mittelschule Große Hamburger Straße 27 zwischen 1933 - 1945 - Geschichte(n) und Schicksale" nach dem Buch des Autors Dirk Külow „SCHALOM & ALEFBET“ des Verlages Hentrich&Hentrich.

Weitere Informationen:

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

21. September 2015 in der Cottbusser Oberkirche St. Nikolai, ab 15:00 Uhr

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

unsere Landeskirche umfasst ein sehr großes Gebiet mit sehr unterschiedlichen Situationen und Gegenden. Das wollen wir in den Blick nehmen. Wie schon mehrfach angekündigt, wird darum unser nächster Termin an einem anderen Ort stattfinden.

Für den 21. September haben wir ein Treffen ab 15.00 Uhr in der Cottbusser Oberkirche St. Nikolai (Tram, Linie 2, Haltestelle Altmarkt – Bitte Baustellenfahrplan beachten!)vereinbart.

Im vergangenen Jahr wurde die Evangelische Schlosskirche Cottbus entwidmet.

Am 27. Januar 2015, 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, wurde sie als Synagoge geweiht.

Wir laden Sie herzlich ein. Lernen Sie die Synagoge und die Oberkirche kennen!

Bitte teilen Sie Johanna Melchior mit, wenn Sie nach Cottbus fahren wollen!

Das erwartet Sie:

  • 15.00 Uhr – Begrüßung bei Butterbroten und Tee
  • 17.00 Uhr – Friedensgebet (Oberkirche)
  • 18.00 Uhr – Gedanken zu den „Hohen Feiertagen“ (Neujahr und Versöhnungstag), die in diesem Jahr zwischen dem 14. und 23.09. begangen werden.

Der letzte Termin in diesem Jahr ist der 30. November. In diesem Jahr existiert unsere Arbeits-Gemeinschaft 40 Jahre. Wir wollen uns zusammen erinnern, Erfahrungen austauschen und auch kritisch fragen, was noch zu tun bleibt. Wir suchen Zeugen, die etwas aus jenen Tagen erzählen können. Bitte melden Sie sich telefonisch oder schriftlich oder per e-mail bei einem der Poalim.

Der Tanach-Lesekreis in der Koepjohannschen Stiftung, Albrechtstr. 14e, beginnt am Montag, den 12. Oktober unter der Leitung von Pfarrerin Annemarie Werner.

Herzliche Grüße, Ihre

Anna Nguyen-Huu & Andrea Richter im Namen aller Poalim

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22. Elul 5775 /

Hinweis zum Tannach Lesekreis

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

Der Tannach Lesekreis wird ab sofort immer Montags ab 19:00 unter der neuen Leitung von Frau Pfarrerin Annemarie Werner (Vaterunser-Gemeinde) gehalten.

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

18. Mai 2015 in der Seitenkapelle der Marienkirche am Alexanderplatz, ab 17:00 Uhr

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

din diesem Jahr haben wir noch drei Veranstaltungen mit hoffentlich für Sie interessanten Themen ausgewählt, zu denen wir Sie recht herzlich einladen.

Der nächste Termin ist Montag, der 18. Mai, Treffpunkt: Marienkirche, Seitenkapelle

  • 17.00 Uhr bis 18.00 – Gespräche, Neuigkeiten bei Tee und Butterbroten
  • 18.00 Uhr – Pfarrerin Andrea Richter spricht mit uns über das Thema: Der Tod Jesu und seine Deutungen im Neuen Testament
  • 19.00 UhrProfessor Dr. Rainer Kampling, Professor für Biblische Theologie/NT an der Freien Universität Berlin/ Seminar für katholische Theologie, Mitglied im Direktorium des Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Initiator des Studiengangs: Theorie und Praxis der Jüdisch-Christlichen Beziehung (FU Berlin), mit dem Thema: Vergegenwärtigung des Anfangs – Nostra Aetate 4

Sehr gespannt sind wir auf seinen Vortrag. Und können uns auch vorstellen, in dieser Zeit der vielfachen Erinnerung, Auszug der Kinder Israel aus Ägypten, (Pessach) bzw. der Ermordung von Jesus am Karfreitag und der Erwartung der Übergabe der Torah zu Schavot auch etwas zu dem Bibelvers aus Matth. 27, 25 (Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!) zu hören und zu überlegen und zu diskutieren, wie wir heute als Christen dazu stehen, da dieser Vers noch vielfach als Paradebeispiel für die Schuld der Juden am Tode Jesu und für ihre gnadenlose Verfolgung bis heute gilt?

Wir schauen uns zusammen mit Andrea Richter einige Bibelstellen im neuen Testament an, die versuchen, eine Antwort auf die Frage zu geben, was das Kreuz und der Tod Jesu aus nachösterlicher Sicht zu bedeuten haben. Dabei machen wir uns bewusst, welche Schwierigkeiten und Fallstricke sich ergeben, wenn Deutungen aus ihrem Kontext gelöst und in einen anderen Sprachraum übertragen werden: sei es die in unterschiedlichen Varianten wiederkehrende „Überbietung“ jüdischer Glaubensaussagen, sei es die gefährliche Engführung im Gottesbild, die sich aus der Satisfaktionslehre des Anselm von Canterbury ergeben hat. Wir wollen uns das kritisch bewusst machen und fragen, welche Texte des ersten Testamentes uns dabei helfen, ein Verständnis des Todes Jesu zu gewinnen, das uns ohne Überheblichkeit an der Seite Israels vor Gott stehen lässt.

Für den 21. September haben wir ein Treffen ab 15.30 Uhr in der Cottbusser Oberkirche St. Nikolai vereinbart. Im vergangenen Jahr wurde die Evangelische Schlosskirche Cottbus entwidmet. Am 27. Januar, 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, wurde diese als Synagoge geweiht. Wir können sie am 21. September ab 16.00 Uhr besichtigen und bitten um Mitteilung an Johanna Melchior darüber, wer sich beteiligen würde. Nach dem Besuch in der Synagoge werden wir in der Oberkirche noch thematisch arbeiten. Eine Einladung nach Cottbus erhalten Sie rechtzeitig!

Der letzte Termin in diesem Jahr ist der 30. November. In diesem Jahr existiert unsere Arbeitsgemeinschaft 40 Jahre. Wir wollen uns zusammen erinnern, Erfahrungen austauschen und auch kritisch fragen, was noch zu tun bleibt.

Wir suchen immer noch Zeugen, die etwas aus jenen Tagen erzählen können. Bitte melden Sie sich telefonisch oder schriftlich oder per e-mail bei einem der Poalim im Kopf der Einladung!

Mit vielen herzlichen Grüßen

Marion Schürer & Andrea Richter

veröffentlicht am
2. Ijar 5775 /

Erklärung NOSTRA AETATE: Über die Haltung der Kirchen zu den nichtchristlichen Religionen

(Im II. Vatikanischen Konzil, aus dem Lateinischen „In unserer Zeit“ formuliert und von Papst Paul VI. am
28. 10. 1965 rechtskräftig verkündet)

Die jüdische Religion

4. Bei ihrer Besinnung auf das Geheimnis der Kirche gedenkt die Heilige Synode des Bandes, wodurch das Volk des Neuen Bundes mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden ist.

So anerkennt die Kirche Christi, daß nach dem Heilsgeheimnis Gottes die Anfänge ihres Glaubens und ihrer Erwählung sich schon bei den Patriarchen, bei Moses und den Propheten finden.

Sie bekennt, daß alle Christgläubigen als Söhne Abrahams dem Glauben nach (6) in der Berufung dieses Patriarchen eingeschlossen sind und daß in dem Auszug des erwählten Volkes aus dem Lande der Knechtschaft das Heil der Kirche geheimnisvoll vorgebildet ist. Deshalb kann die Kirche auch nicht vergessen, daß sie durch jenes Volk, mit dem Gott aus unsagbarem Erbarmen den Alten Bund geschlossen hat, die Offenbarung des Alten Testamentes empfing und genährt wird von der Wurzel des guten Ölbaums, in den die Heiden als wilde Schößlinge eingepfropft sind (7). Denn die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat (8). Die Kirche hat auch stets die Worte des Apostels Paulus vor Augen, der von seinen Stammverwandten sagt, daß "ihnen die Annahme an Sohnes Statt und die Herrlichkeit, der Bund und das Gesetz, der Gottesdienst und die Verheißungen gehören wie auch die Väter und daß aus ihnen Christus dem Fleische nach stammt" (Röm 9,4-5), der Sohn der Jungfrau Maria.

Auch hält sie sich gegenwärtig, daß aus dem jüdischen Volk die Apostel stammen, die Grundfesten und Säulen der Kirche, sowie die meisten jener ersten Jünger, die das Evangelium Christi der Welt verkündet haben.

Wie die Schrift bezeugt, hat Jerusalem die Zeit seiner Heimsuchung nicht erkannt (9), und ein großer Teil der Juden hat das Evangelium nicht angenommen, ja nicht wenige haben sich seiner Ausbreitung widersetzt (10). Nichtsdestoweniger sind die Juden nach dem Zeugnis der Apostel immer noch von Gott geliebt um der Väter willen; sind doch seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich (11). Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm "Schulter an Schulter dienen" (Soph 3,9) (12).

Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist.

Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben (13), kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen.

Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.

Im Bewußtsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle VerfoIgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben. Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden.

(Dazu Ausschnitte aus den Anmerkungen: 6) Vgl. Gal 3,7. 7) Vgl. Röm 11,17-24. 8) Vgl. Eph 2,14-16. 9) Vgl. Lk 19,44.
10) Vgl. Röm 11,28 11) Vgl. Röm 11,28-29; vgl. II. Vat. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen Gentium: AAS 57 (1965) 20.
12) Vgl. Jes 66,23; Ps 65,4; Röm 11,11-32. 13) Vgl. Joh 19,6. )

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

16. Februar 2015 in der Seitenkapelle der Marienkirche am Alexanderplatz, ab 17:00 Uhr

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

das neue bürgerliche Jahr 2015 ist nun auch schon einige Wochen alt. Aber es ist sicher noch nicht zu spät, Ihnen nur Gutes zu wünschen.

In diesem Jahr haben wir wieder vier Veranstaltungen mit hoffentlich für Sie interessanten Themen ausgewählt, zu denen wir Sie recht herzlich einladen.

Der erste Termin ist der Montag, der 16. Februar, Treffpunkt: Marienkirche, Seitenkapelle

  • 17.00 Uhr bis 18.00 – Gespräche, Neuigkeiten bei Tee und Brezeln, bzw. Selbstgebackenem
  • 18.00 Uhr – Dr. Elad Lapidot - ein Lernabend zum Talmud - Traktat Megilla, (Esther-Rolle), mit dem Titel: Was heißt Lesen?

Herr Dr. Elad Lapidot forscht und lehrt Philosophie und rabbinisches Denken an der FU Berlin und am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (ZJS) und übersetzt philosophische Werke.

Zu uns kommt er als Talmudlehrer. Seit 2014 gibt er Seminare zum Talmud in der Sophienstr. 22a in Berlin – Mitte (ZJS).

Kommen Sie, lernen Sie, lassen Sie sich inspirieren und werden Sie noch klüger!

Der nächste Termin ist der 18. Mai wieder mit einer Doppelveranstaltung:

Referenten sind Pfarrerin Andrea Richter, Leiterin der AG, über Leiden und Sterben von Jesus von Nazareth und Professor Dr. Rainer Kampling (FU Berlin), mit dem Thema: Vergegenwärtigung des Anfangs – Nostra Aetate 4

Für den 21. September haben wir ein Treffen ab 15.30 Uhr in der Cottbusser Oberkirche St. Nikolai vereinbart. Im vergangenen Jahr wurde die Evangelische Schlosskirche Cottbus entwidmet. Am 27. Januar, 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, wird diese als Synagoge geweiht werden. Wir können sie am 21. September ab 16.00 Uhr besichtigen. Mit einer Spende für den Thoraschrein unterstützen wir die Jüdische Gemeinde.

Der letzte Termin in diesem Jahr ist der 30. November.


In diesem Jahr existiert unsere Arbeitsgemeinschaft 40 Jahre.

Wer von Ihnen erinnert sich noch an das Jahr 1975, das Jahr, in dem am 10. November die UN - Generalversammung die Resolution 3379 beschloss?

Diese Resolution nahm Johannes Hildebrandt zum Anlass, mit einer Arbeitsgemeinschaft zum Thema Judentum und Christentum am 03. Dezember 1975 im damaligen Ostberlin in der DDR zu beginnen.

Am Montag, dem 30. November wollen wir an diesen Anfang erinnern. Deshalb suchen wir noch Zeugen, die etwas aus jenen Tagen erzählen können. Bitte melden Sie sich telefonisch oder schriftlich oder per e-mail bei einem der Poalim im Kopf der Einladung!

Mit vielen herzlichen Grüßen

Ihre Marion Schürer, i.A. aller Poalim

veröffentlicht am
15. Schwat 5776 /

Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

8. Dezember 2014 in der Seitenkapelle der Marienkirche am Alexanderplatz, ab 17:00 Uhr

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

das neue Kirchenjahr beginnt bald, und die Gestalt der Maria, der wir alle Jahre wieder begegnen, regt uns an zum Nachdenken über Frauen in der Bibel. So können wir uns freuen auf zwei verschiedene Frauen als Vortragende, und auf zwei verschiedene Frauen, mit denen wir uns beschäftigen.

Wir treffen uns ab 17:00 Uhr am 8. Dezember in der Seitenkapelle Marienkirche:

  • 17:00 Uhr – Ankommen, Tee und Brote
  • 17.30 Uhr – Maria – ein Vortrag von Beate Barwich. „Maria durch ein Dornwald ging“, ist der Anfang eines Adventsliedes. „Dornwald“ - symbolisch gedeutet - ist der dornige Weg durch die Geschichte. Inwiefern haben Frauen die Glaubensgeschichte Israels geprägt? Sind ihre Spuren heute noch erkennbar? Ben-Chorin hat einen interessanten Beitrag mit seinem Buch „Mirjam, die Mutter Jesu“ dazu geleistet. Lassen wir uns von ihm und seiner prophetischen Sicht inspirieren!
  • 19.00 Uhr – Lilith – ein Vortrag von Eva Nickel.
    Wer kennt schon LILITH? In der hebräischen Bibel wird sie nur kurz erwähnt, als sie weg gegangen war an einen Ort, wo sie auf Dämonen traf.
    Im Talmud gibt es über sie einige Geschichten. Auch Christen und Moslems bedienen sich ihrer, aber eigentlich verkörpert sie mehr oder weniger etwas Böses. Deshalb sollte über sie immer geschwiegen werden. Aber durch das Böse (in ihrem Namen wurden Hexen verbrannt!) begleitete sie Jahrtausende lang die Menschen in den großen monotheistischen Religionen. Wie kam es dazu?
    In heutiger Zeit wird LILITH aktuell, weil emanzipatorische, jüdische Frauengruppen sich ihres Namens erinnern sich nach ihr benennen! Diese Frauengruppen entdecken positive, also gute Seiten an LILITH. Derartige mythische Personen leben so lange, wie Menschen sie leben lassen.
    Eva Nickel recherchierte zu diesem Thema, trug die Geschichten zusammen und setzt sie in ihre Zeit und in die jeweilige Gesellschaft. So kann sie davon erzählen.

Wir freuen uns über Ihr Kommen - und wir freuen uns über großzügige Spenden, damit wir unsere eigenen Veranstaltungen finanzieren und am liebsten sogar darüber hinaus auch abgeben können.

Die Termine des Jahres 2015 lauten: 16. Februar, 18. Mai, 21. September und 30. November. Tragen Sie sich die Daten am besten jetzt schon ein, dann ist unsere Einladung nur eine Erinnerung. Herzlich eingeladen sind Sie auch jeden Donnerstag um 19:00 Uhr zum Tanach-Lesekreis in der o.g. Koepjohann’schen Stiftung. Auf die Rückseite dieses Schreibens drucken wir diesmal eine Einladung des IKJ – wenn Sie gerne deren Einladungen erhalten möchten, lassen Sie doch die Mitarbeiter dort ebenfalls Ihre Adresse wissen.

Herzliche Grüße & Schalom

Ihre / Eure Anna Nguyen-Huu und Andrea Richter

veröffentlicht am
2. Elul 5774 /

Leserbrief zu „die Kirche“

Ausgabe 45, 9.November 2014

Gespannt lese ich „die Kirche“.

Außer zwei Veranstaltungshinweisen findet sich in der gesamten Ausgabe 9.November 2014 kein Wort zu den Geschehnissen in der Zerstörungs – und Mordnacht 1938.

Warum dieses Ausblenden der notwendigen Erinnerung an das todbringende Geschehen in der NS-Vergangenheit? Auch die dunkelsten Kapitel sind Teil unserer Geschichte.

Untrennbar verbunden ist für mich das Erinnern an den 9.November 1989 mit dem Vergegenwärtigen der Geschehnisse1938. Wie in all den Jahren zuvor komme ich aus der Sophienkirche (Berlin Ost), in der das Pogromgedenken viele Menschen zusammengerufen hat. Noch ganz im Banne der Veranstaltung höre ich die ersten Mitteilungen, daß sich da etwas tut – da an dieser Mauer.

1938 und 1989 – untrennbar verbunden für mich. Aber wir alle tun gut daran, nicht in der Dankbarkeit und Freude über den Mauerfall das Wahrnehmen von Antisemitismus zu verdrängen. Der zurückliegende Sommer hat schmerzhaft vor Augen geführt, daß Antisemitismus weder in Deutschland noch in anderen europäischen Staaten eine Sache der Vergangenheit ist. Alter Haß flammt immer wieder auf. Verschließen wir nicht die Augen vor der andauernden Gefahr des Antisemitismus.

Darum fehlt mir in dieser Ausgabe 9.November der „Kirche“ der Not-wendige Rückblick auf 1938. Die vermeintlich alte Not der Judenfeindschaft ist viel zu lebendig. Sie zwingt zur Wahrnehmung.

„Israelvergessenheit“ der Kirche – das ist ein „altes“ Stichwort. Aber es ist alles andere als veraltet. Israel lebt und will leben und wird leben. Warum verschweigt diese Ausgabe zum 9.November das mörderische Kapitel der brennenden Synagogen? Vergessen? Oder wird nur zu einem „runden“ Gedenken Raum gegeben? Antisemitismus hält sich nicht an „runde“ Daten, der ist spürbar, jederzeit.

Doch ebenfalls das soll geschrieben sein: Am 9.November 2014 wird auch in Cottbus der Pogromnacht gedacht. Und vom Ort der zerstörten Synagoge führt dann der Weg zur neuen Synagoge. Die Jüdische Gemeinde hat ihre Türen geöffnet. Ein neuer Weg in diesem Jahr, ein Weg in die Zukunft.

Und viele Menschen gehen diesen Weg – mit der Jüdischen Gemeinde. Offene Augen und Ohren für die Sicherheit der Jüdischen Gemeinde werden dabei auch ganz wichtig sein und bleiben.

Pfarrerin Johanna Melchior, Cottbus

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

15. September 2014 in der Marienkirche am Alexanderplatz, ab 17:00 Uhr

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,

Wir haben inzwischen den Israel-Sonntag gefeiert, und damit sicher so einige Gemeinde-Mitglieder verblüfft und erstaunt. Was war und was ist der Akzent dieses Tages? Wie wird er für uns als Christen wichtig? Welche Debatten und Entwicklungen spiegeln sich in den vielfältigen Vorschlägen für die Lesungen?

Hinzu nehmen wir eine Geschichte, die manche noch aus Kinder-Gottesdienst-Tagen kennen werden: Joseph, die Geschichte von Eifersucht und Rivalität, von Eltern und Geschwistern, von Rache und Verzeihung, von Katastrophe und glücklicher Fügung (Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen!). Wir sind sehr gespannt, wie wir diese Geschichte heute und vor allem auch aus jüdischer Sicht neu hören werden!

Denken Sie bitte daran, dass möglichst viele von uns eine Bibel mitbringen, damit wir alle ausgerüstet sind für die Bibelarbeit!

Wir treffen uns ab 17:00 Uhr am 15. September in der Marienkirche:

  • 17.30 Uhr – Der christliche Israel-Sonntag – Johanna Melchior führt ein in Themen und Geschichte dieses Tages
  • 19.00 Uhr – Die Josephs-Geschichte aus jüdischer Sicht – Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker, Theologe und Judaist

Wir freuen uns über Ihr Kommen - und wir freuen uns jederzeit über großzügigen Spenden, damit wir unsere eigenen Veranstaltungen finanzieren können, und am liebsten sogar darüber hinaus auch abgeben können. Ebenso freuen wir uns über Anregungen zu Themen und Referenten.

Zur Erinnerung erwähnen wir noch einmal den nächsten Termin am 8. Dezember.

Herzliche Grüße & Schalom

Ihre / Eure Anna Nguyen-Huu und Andrea Richter

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2. Elul 5774 /

Leserbrief zu Bild bzw. Karikatur zum Nahost-Konflikt

in „die Kirche“, Nr. 28, 13.Juli 2014, 4.Sonntag nach Trinitatis

Unter der Überschrift „Es ist die Zeit der Scharfmacher“ sehe ich auf den ersten Blick ein Nebeneinander von Bewaffneten mit Helm in schutzsicherer Uniform und Mitgliedern einer palästinensischen islamistischen Terrorgruppe mit erhobenen Waffen. Erst ein sehr genauer zweiter Blick zeigt mir, daß es zwei Fotos sind, die ineinander überzugehen scheinen. Die beiden Männer in Uniform sind israelische Polizisten, wie die Untertitelung wissen läßt.

Welche Wirkung erzielt diese Gesamtkomposition? Israelische Polizisten und islamistische Terroristen sind gleichermaßen Scharfmacher. Da sollten doch wohl deutliche Unterschiede bestehen und auch bei der Illustrierung eines Artikels zum Nahost-Konflikt beachtet und eingehalten werden! Islamistische Terrorgruppen haben sich die Vernichtung Israels auf die Fahnen geschrieben. Bekannteste Vertreterin dieses menschenrechtsverachtenden und völkerrechtswidrigen Ziels ist nach wie vor Hamas. Israelische Polizei verrichtet Polizeiarbeit – wie das weltweit üblich ist. Und allein aus einer solchen Schutzkleidung, wie sie diese beiden Polizisten tragen, auf „Scharfmacher“ zu schließen dürfte weit hergeholt sein. Deutsche Polizei ist ebenfalls in Schutzkleidung im Einsatz, wenn dieser Einsatz mit hoher Sicherheitsbrisanz verbunden ist – problematische Fußballspiele machen dies leider ebenso nötig wie verschiedenste Demonstrationen, sei es gegen Castortransporte oder Demonstrationen rechtsgerichteter Gruppierungen. Es gilt Gesundheit und Leben der Polizisten zu schützen. Auch israelischer Polizei sei das zugestanden!

Die Karikatur auf der letzten Seite stellt ebenfalls wieder Israel negativ dar. Scheinbar gleich gehen sich ein Mann mit Kippa als „Israel“ und ein Mann mit Basecap als „Palästina“ an die Gurgel und verlangen gegenseitig ein Ende ihres Ringens. Scheinbar gleich. Auch hier offenbart ein genauerer Blick die Tendenz für die palästinensische Seite und folglich gegen die israelische: Der Palästinenser ist schmächtiger dargestellt und auf der unteren (gleich schwächeren) Seite während der Israeli korpulenter und obenauf zu sehen ist. Erfreulicherweise hat man ihm wenigstens die „stürmermäßige“ Hakennase erspart.

Der Eindruck der israelischen Machtüberlegenheit, die der anderen Seite die Luft nimmt, wird in Kauf genommen – oder gar beabsichtigt. Die Wirkung wäre jedenfalls anders, wenn der Israeli schmächtiger und in der ungünstigeren Position dargestellt wäre.

n genau dieser Rolle aber findet sich Israel auch in dieser neuerlichen Gewaltzuspitzung wieder: Was auch immer getan wird durch Israel findet Ablehnung. Die israelische Regierung nimmt ihre Aufgabe wahr, die Bevölkerung vor terroristischer Bedrohung zu schützen. Es ist ein Elend, wenn die israelischen Angriffe auf Gaza so viele zivile Todesopfer fordern. Aber bitte nicht vergessen, daß Hamas ihre eigenen Kinder, Frauen und Männer als „lebende Schutzschilde“ mißbraucht. So ist es von vornherein einkalkuliert (provoziert), daß Israel Zivilisten trifft.

Wieder und wieder erscheint Israel in der Negativrolle des schwer bewaffneten, rücksichtslos vorgehenden Staates. Aber: Israel ist ein Staat, dem von einem Teil seiner Gegner jegliches Existenzrecht abgesprochen wird. Und Israel will einfach nur sein Leben bewahren – als Glauben, als Volk und als Staat.

Wie schön wäre es, wenn es auch in „alltäglichen“ Ausgaben unserer Kirchenzeitung Israel und Juden freundlich gesonnene Artikel und Bilder gäbe. Zum alljährlichen Israelsonntag begegnet der Leser einer schuldbewußten Freundlichkeit. Was wäre eine offene und unbelastete Freundlichkeit doch für ein Gewinn!

Pfarrerin Johanna Melchior, Cottbus

von: Johanna Melchior

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Einladung zum Tanach-Lesekreis

Donnerstags, 26. Juni 2014 und 4. September 2014
in der Koepjohann`schen Stiftung in der Albrechtstr. 14 e, Berlin

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,
wir laden Sie/Euch zum Tachnach Lesekreis einladen.

Wir kommen am 26. Juni zum letzten Mal vor der Sommerpause zusammen und dann wieder am 4. September.

Der Lesekreis kommt jewails ab 19:00 Uhr in der Koepjohann`schen Stiftung zusammen.

Seien Sie / Ihr uns herzlich willkommen.

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Montag, 16. Juni 2014
Marienkirche (auf dem Alexanderplatz)

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,
„Aufstehen und Leben“ ist der Titel eines von der evangelischen Landeskirche (EKBO) und vom Amt für kirchliche Dienste (AKD) in Auftrag gegebenen Glaubenskurses. Dieser Titel paßt wunderbar in die Frühlingszeit, zum Fest der Befreiung – Pessach – und zum Fest des Lebens – Ostern. Ganz bewusst werden in diesem Kurs, der in den christlichen Glauben einführen will, die jüdischen Quellen, Hintergründe und Zusammenhänge berücksichtigt.

Wir sehen dies als ein hoffnungsvolles Zeichen des Umdenkens und eines Perspektivwechsels gegenüber einer Israel vergessenden und das Judentum enterbenden christlich – kirchlichen Lehre. Vielleicht ist es vorerst noch  ein „zartes Pflänzlein“ einer neuen Achtsamkeit und gebührenden Wertschätzung unserer jüdischen Wurzeln, aber jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung – und nicht zuletzt auch das Ergebnis fleißigen Arbeitens von Einzelnen und Gruppen, wie nicht zuletzt wir es in unserer AG Judentum und Christentums seit vielen Jahren betrieben haben.

Dr. Ulrike Metternich wird uns am 16. Juni in der Marienkirche zentrale Inhalte des Kurses vorstellen und mit uns arbeiten.

  • 17.30 Uhr – Das „Schma-Israel“ und Jesu Worte zur Liebe (Mk 12,28 ff)
  • 19.00 Uhr – Das „Leiden des Gerechten“ – die Deutung des Kreuzestodes Jesu im Kontext von Psalm 22 (Mk, 15, 22ff & Psalm 22)

Wir freuen uns über Ihr Kommen - und wir freuen uns jederzeit über großzügigen Spenden, damit wir unsere eigenen Veranstaltungen finanzieren können, und am liebsten sogar darüber hinaus auch abgeben können. Ebenso freuen wir uns über Anregungen zu Themen und Referenten.

Zur Erinnerung noch einmal die nächsten Termine: 15. September und 8. Dezember.

Herzliche Grüße & Schalom
Ihre / Eure Anna Nguyen-Huu und Andrea Richter


Ebenso herzlich sind alle Interessierten eingeladen zum Tanach-Lesekreis:

Vierteljährliche Doppel-Veranstaltungen immer am Montag in der Marienkirche

Nächste Veranstaltung ist am Montag, dem 16. Juni um 17 und um 19 Uhr

Wöchentliches Treffen zum Schriftlesen in der Koepjohann`schen Stiftung,

Albrechtstr. 14 e (Quergebäude hinten links), immer am Donnerstag ab 19 Uhr
(Nähere Informationen erteilt Marion Schürer, Tel. 030/5678830)

Nach der Ermordung von sechs Millionen Juden, die das christliche Europa – in der Hauptsache Deutschland – zu verantworten hat, haben wir uns zu einer doppelten Aufgabe verpflichtet.


ERSTENS: Wir versuchen, entgegen allen verbreiteten Vorurteilen das Judentum so kennenzulernen und zu verstehen, wie es wirklich ist. Wir versuchen solidarisch mit den jüdischen Gemeinden und dem Staat Israel zu leben und treten jeder Judenfeindschaft, in welcher Form auch immer sie uns begegnet, entgegen.

ZWEITENS: Wir versuchen, unser Christentum mit seinen jüdischen Wurzeln und mit seinen antijüdischen Verhaltensweisen von den Anfängen an zu erkunden. Dazu gehört das bewusste Wahrnehmen der ersten kirchlichen Konzile, die entsprechend ihrer judenfeindlichen Einstellung dann später im vierten Jahrhundert das Neue Testament mit seinen zum Teil sehr alten Texten konzilsgerecht zusammengestellt haben und dauerhaft prägen.


Unsere Arbeitsgemeinschaft versucht seit Beginn ihrer Arbeit, sich beiden Aufgaben zu stellen. Wir brauchen eine Reform unseres kirchlichen Denkens, eine Reform unserer Reformationskirchen.

Deshalb laden wir herzlich zu unseren vierteljährlichen Veranstaltungen in die Marienkirche ein und zu unserem wöchentlich stattfindenden biblischen Arbeitskreis in die Koepjohann`sche Stiftung.

Anhand der sogenannten „alttestamentlichen“ Texte versuchen wir dort das Judentum zu verstehen, aus dem ja das Christentum hervorgegangen ist. Und in den sogenannten „neutestamentlichen“ Texten entdecken wir sowohl die Stellen antijüdischer kirchentreuer Ideologie als auch die bleibenden Werte der biblischen Überlieferung.

Wir sind glücklich über jeden Christen, der unsere Veranstaltungen bereichert und sich mit uns zusammen diesen beiden Aufgaben stellen will, die ja untrennbar miteinander verbunden sind.

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Montag, 24. Februar 2014
Marienkirche (auf dem Alexanderplatz)

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft,
das neue Jahr gibt sich bereits sehr frühlingshaft, das neue Jahrtausend ist schon nicht mehr ganz so jung, und in den Kreisen, in denen sich Menschen mit dem jüdisch-christlichen Verhältnis beschäftigen, scheint die Zeit für ein Innehalten gekommen zu sein: Wie sind wir damals gestartet, was wollten wir, was hat sich seitdem geändert? So erlebt man es etwa in dem Verein Studium in Israel, so klingt es zuweilen auch in den Landeskirchlichen Arbeitskreisen an.

Aufräumen im eigenen Hause, das wollte diese unsere Arbeitsgemeinschaft damals, bewusst-machen der antijudaistischen Töne in unserer christlichen Tradition, einschließlich des Neuen Testamentes.
Bei unserem nächsten Treffen wollen wir uns also einerseits genau diesem gemeinsamen Lesen widmen - und andererseits überlegen: wie haben sich die Menschen und die Bedingungen seitdem verändert, welche Aufgaben stellen sich heute neu oder anders?
Deshalb unsere herzliche Einladung zum Montag, dem 24. Februar 2014 wie immer in die Marienkirche am Alexanderplatz.

  • 17.00 Uhr – Ankommen, Tee und Brote
  • 17.30 UhrStefan Weber, Leiter des Tanach-Lesekreises unserer Arbeitsgemeinschaft, liest mit uns Texte aus dem Evangelium nach Lukas hinsichtlich des christlich jüdischen Verhältnisses.
  • 19.00 UhrAnna Nguyen-Huu, Pfarrerin in der Britzer Dorfkirche, erzählt aus dem Alltag der Gemeinden und aus der subjektiv gefühlten Großwetterlage in Berlin: Die Reformation der Reformationskirchen praktisch.

Zur Erinnerung noch einmal die nächsten Termine: 16. Juni, 15. September und 8. Dezember.

Wir freuen uns über Ihr Kommen - und wir freuen uns jederzeit über Ihre großzügigen Spenden, damit wir unsere eigenen Veranstaltungen finanzieren können, und am liebsten sogar darüber hinaus auch abgeben können. Ebenso freuen wir uns über Anregungen zu Themen und Referenten.

Herzliche Grüße & Schalom
Ihre / Eure Anna Nguyen-Huu

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Montag, 9. Dezember 2013
Marienkirche (auf dem Alexanderplatz)

  • 17.00 Uhr – Ankommen bei Tee und Butterstullen
  • 17.30 UhrMareike Witt erzählt uns aus der Geschichte und Gegenwart des Institutes für Kirche und Judentum, einer für unsere Kirche überaus wichtigen Einrichtung. Frau Witt ist Theologin, Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im IKJ.
  • 19.00 UhrLior Bar Ami spricht mit uns über das Thema Rabbiner / Rabbinerin werden – das Rabbinatsstudium am Abraham-Geiger-Institut – und über das Selbstverständnis und die Arbeit des Institutes. Herr Bar Ami ist Rabbinatsstudent und gehört zur jüdischen Studierendengemeinde.

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„Das Gegenteil von Leben ist nicht Tod, sondern Gleichgültigkeit.“

Eli Wiesel

Zum diesjährigen Pogromgedenken in der evangelischen Sophienkirche, Große Hamburger Str. in Berlin-Mitte (Nähe Hackescher Markt) am 09. November um 19.30 Uhr laden wir alle Menschen guten Willens ein.

Es wirken mit:

  • Jugendliche aus der Sophien - Gemeinde
  • Studierende aus der Evangelischen Studierenden-Gemeinde
  • Dr. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D. mit einem Redebeitrag

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Montag, 9. September 2013
Marienkirche (auf dem Alexanderplatz)

Liebe, sehr geehrte Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft!

Heute schicke ich Ihnen wieder eine herzliche Einladung zum nächsten Treffen unserer AG am Montag, dem 9. September 2013 – diesmal wieder wie gewohnt in der St. Marienkirche auf dem Alexanderplatz. Die jüdische Gemeinde feiert im September nach dem Jom Kippur (am 14. September) ab dem 19. September ihr Laubhüttenfest (Sukkot). Zu diesem Anlass werden wir diesmal den hervorragenden israelischen Spielfilm „Uschpizin“ (Gäste) anschauen, der auf humorvolle Weise den tief in der hebräischen Bibel verwurzelten Sinn des Laubhüttenfestes veranschaulicht. Lassen Sie sich überraschen!

Unser Programm:

17.00 Uhr: Ankommen bei Tee und Butterstullen

17.15 Uhr: Andrea Richter: Einführung in den Film: Uschpizin (aramäisch: Gäste)

19.00 Uhr: FILMVORFÜHRUNG

Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen“, so steht es im Buch Levitikus, 23. 42. Und so wird es bis heute gelebt. Das Laubhüttenfest erinnert daran, dass Israel sowohl in der Zeit der Wüstenwanderung als auch im Exil als „Gäste“ unterwegs war. Von daher stammt der Brauch, jüdische biblische Vorfahren in die Sukka einzuladen, als unsichtbare Gäste.
„Für die Kabbalisten stand jeder der Gäste für eine der kabbalistischen S'firot, den Sphären, die das Universum ausmachen. Wenn wir sie einladen, legen wir jedem Tag eine andere mystische Bedeutung bei. In neuer Zeit haben Menschen auch die Erzmütter und andere wichtige Frauen der Bibel als Uschpizin in die Sukka eingeladen. Eine solche Liste enthält Sara, Rahel, Rebekka, Lea, Mirjam, Abigail und Esther.“ (Ha Galil)

Das Laubhüttenfest vermittelt aber auch eine ganz wichtige und handfeste soziale Botschaft: „Jeder, der am Fest isst und trinkt, ist verpflichtet, den Fremden, den Waisen und den Witwen zusammen mit den Armen zu essen zu geben. Wenn aber die Türe verschlossen ist und die Familie miteinander isst, ohne den Armen und Bedrückten zu versorgen, dann ist das nicht die "Freude, ein Gebot zu erfüllen", sondern die "Freude des Magens"... Freude dieser Art ist eine Schande.“(Maimonides, Mischneh Torah, Jom Tow 6,20)

Wieder einmal sieht man: Es gibt viel zu lernen!

In Vorfreude auf den Abend grüße ich Sie & Euch herzlich

Ihre / Eure Andrea Richter

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Montag, 3. Juni 2013

Diesmal – ausnahmsweise – an anderem Ort:
Golgathakirche, Borsigstr. 6 in 10115 Berlin-Mitte
(Bus 142 Tucholskystr., S-1 Oranienburger Str., U-6 Oranienburger Tor)

Liebe Freunde,
ums Beten und Handeln geht es bei diesem Treffen unserer AG.

Unser Programm:

17.00 Uhr: Brezeln und Apfelschorle

17.15 Uhr: Wünscht Jerusalem Glück (Ps. 122) - Der Israelsonntag –
Mit Beate Barwich, Theologin und Religionspädagogin

19.00 Uhr: Pfarrerin Marion Gardei und Rabbiner Dr. Andreas Nachama stellen uns ihr gemeinsam verfasstes Buch „PSALMEN LESEN IM CHRISTLICH-JÜDISCHEN DIALOG“ vor.

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Einladung zum Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Montag, 4. März 2013
Marienkirche (auf dem Alexanderplatz)

Sehr geehrte, liebe Mitdenkende, Mitgehende und Mitarbeitende in unserer AG,

herzlich grüße ich Sie und freue mich sehr, Sie wieder zu einer neuen Begegnung, zum erneuten Hören und Lernen, zum altvertrauten und lieb gewordenen Miteinander einladen zu können.

Wir sind schon einige Tage unterwegs in diesem Jahr: Hinter uns liegen die verschiedensten Tage des Gedenkens, weitere erwarten uns in den kommenden Monaten.

Gedenktage sind wichtige Meilensteine in unserem Unterwegs-Sein.

Ebenso werden uns „Denktag“ zu wichtigen Wegzeichen in unserem Weg durch das Jahr. Ist es nicht eine Freude, wenn uns immer wieder neu solche „Denktage“ einladen zum Innehalten, Nachdenken und dann auch den Gedanken nachgehen?

Ist es nicht eine Freude, wenn wir mit neuen Anregungen und Gedanken nach Hause kommen und dort umsetzen können, was uns begegnet ist?

Herzlich laden wir Sie ein zu unserem nächsten Begegnungsabend am „Denktag“, Montag, 4. März 2013 – Marienkirche (auf dem Alexanderplatz) ein.

17.15 Uhr: Johannes Hildebrandt "Die Reformation der Reformationskirchen - ein kritischer Beitrag zur Lutherdekade"

19.00 Uhr: Kantorin Jalda Rebling "Thillim - Psalmen in der jüdischen Liturgie" - Wie haben sie geklungen in alter Zeit? Wie singen wir sie heute? Ist die alte Art, Psalmen zu singen vielleicht radikal modern?

Eine gute Zeit wünsche ich Ihnen und viel gespannte Vorfreude auf den Abend des 04.März!

Das nächste Treffen findet am 3.6. 2013 statt – Achtung, ausnahmsweise an einem anderem Ort: Golgatha-Kirche, Borsigstr. 6. Eine Einladung folgt wie gewohnt.

Im Namen der Poalim grüße ich Sie

Ihre / Eure Johanna Melchior

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Einladung zum Tanach-Lesekreis

"Wohl dem Menschen, der über der Tora G'ttes sinnt - Tag und Nacht." (Psalm 1)

Das lebenslange Sinnen und Nachdenken über die Tora gehört unabdingbar zum Selbstverständnis des Judentums.

Dem lebenslangen Lernen aus dem Wort G'ttes für das Leben schließen auch wir uns als Christinnen und Christen an.

Denn für Juden und Christen gilt gleichermaßen der Vers 105 aus Psalm 119: "Dein Wort, G'tt,  ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege."

Jeden Donnerstag treffen wir uns in den Räumen der Koepjohann'schen Stiftung, Albrechtstr. 14 e in 10117 Berlin ab 18.30 Uhr zum Gespräch.

Von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr lesen wir Biblische Texte und reden darüber.


Alle Interessierten, mit und ohne Vorkenntnisse, mit und ohne Religionszugehörigkeit laden wir hiermit herzlich ein!


Anfahrt: S-Bahn bis Bahnhof Friedrichstr., Westausgang

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Ein gesegnetes und süßes Jahr - Umkehr – Gebet – Liebeswerke

„Mögest Du eingeschrieben sein in das Buch des Lebens“ — so sagt Israel in den Tagen um Rosch Ha-Schana (Neujahrsfest, 16. – 18.09.2012). Und auch die Tage, die zum Jom Kippur (Versöhnungstag, 25./26.09.2012) hinführen, werden von diesem grüßenden Wunsch begleitet.

Rosch Ha-Schana – etwas Neues beginnt. Mit ehrlicher Selbstwahrnehmung beginnen Juden das neue Jahr. Dazu kommt die Vorstellung, GOTT – Er sei gelobt – sitzt vor dem aufgeschlagenen Buch des Lebens. Darin verzeichnet ist das Tun und Lassen der Menschen, wie es sich kundtut in ihren Gedanken, ihren Worten, ihren Taten oder auch Nicht-Taten. Die Waagschalen des himmlischen Richters – schlagen sie aus zum Guten oder zum Schlechten? Wie war das Jahr, mein Jahr? Wie habe ich es genutzt – zum Guten? Zum Schlechten?

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von: Johanna Melchior

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Betreff des feigen Angriffs auf Rabbi Daniel Alter

Die Arbeitsgemeinschaft Judentum und Christentum verurteilt scharf den feigen tätlichen Angriff auf Herrn Rabbiner Daniel Alter und seine kleine Tochter am Dienstagabend in Berlin-Friedenau.

Bitte lesen Sie mehr bei der Jüdischen Allgemeinen

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Gedenken – Denken – Ge(h)Denken

9.Aw und 10.Sonntag nach Trinitatis

28./29.Juli und 12. August 2012

Am 9.Aw gedenken die Jüdischen Gemeinden weltweit der zweimaligen Zerstörung des Tempels in Jerusalem. Dieser Tag ist ein Fasttag. Beginnend mit dem Vorabend bis zum Sonnenuntergang des 9.Aw dauert das Fasten. Darin ähnelt der Tag dem Jom Kippur, an dem 25 Stunden lang gefastet wird. Der Tag gehört dem trauernden Rückblick auf das Geschehen von Zerstörung und Vernichtung. Knapp 600 Jahre vor der Zeitrechnung waren es die babylonischen Truppen, im ersten Jahrhundert danach die Römer, die Jerusalem und den Tempel brandschatzten.

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von: Johanna Melchior

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Schmückt das Fest mit Maien…

Angekommen – endlich angekommen!

Wochenlang wurden die Tage gezählt und nun - endlich - ist das Wochenfest erreicht. Sieben Wochen sollst du zählen… von Pessach, dem Fest der Befreiung, an bis hin zu Schawuoth, dem Wochenfest, dem Fest der Gabe der Thora.

Sieben Wochen lang werden die Tage gezählt. Beginnend mit der Vergegenwärtigung der Befreiung führt das Zählen durch die Zeit und bringt die Zählenden zum Berg GOTTES, zum Hören (und Tun!) Seines Wortes und Seines Willens. Die Tage des Zählens bereiten vor auf die Begegnung mit GOTTES Wort, sie stimmen ein, sie lassen die Erwartung wachsen und reifen.

Endlich angekommen! Höre, Israel…

Und GOTT spricht, ER stellt sich vor. Ich bin der HERR, dein GOTT, der ich dich befreit habe…

Frei, frei für GOTT, frei zu Hören und zu Tun, was ER anempfiehlt.

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von: Johanna Melchior

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Pessach - Ostern – Geschichte(n) von Tod und Leben

Gelobt seist DU, EWIGER, unser GOTT, König der Welt, der uns am Leben erhält und bewahrt und uns diese Zeit erreichen lässt.

Am Beginn der großen Festtage betet Israel mit diesen Worten. Worte, die vor Augen halten und in das Herz schreiben, was zwischen GOTT und Mensch geschieht: ER bewahrt Leib und Leben und führt durch die Zeiten. Der Weg durch das Leben führt immer wieder neu hin zu Momenten des Innehaltens und Vergewisserns, wie das Leben, wie das Leben an der Seite GOTTES geschieht.

Pessach — Fest der Befreiung, Herausführung aus der Knechtschaft, Beginn eines Weges und des Lernens: Ich bin frei. Nicht nur unsere Eltern hat GOTT erlöst, sondern uns mit ihnen … Jede Generation soll sich sehen, als ob sie selbst aus der Knechtschaft geführt wurde…

Befreiung aus der Knechtschaft ist kein Geschehen der Vergangenheit, das in Gedenkfeiern ritualisiert würde. Befreiung aus der Knechtschaft ist tägliches Erleben. So wie das Lernen, was heißt denn „frei sein“ eigentlich, eine täglich neue Herausforderung ist.

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von: Johanna Melchior

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Wir gehen dahin und wandern von einem Jahr zum andern…

So sind wir nun unterwegs… seit Wochen und Monaten schon in einem „neuen“ Jahr…

Israels hohe Feiertage zum Abschluß des alten und zu Beginn des neuen Jahres liegen lang schon zurück.

Das christliche Jahr währt nun auch schon fast zwei Monate.

Der bürgerliche Jahreswechsel mit seiner laut-lärmenden Heidenangst ist auch überstanden.

Wiederum „Neues“, ein „Neujahrsfest“, wartet aber wieder auf alle, die es wahr-nehmen wollen: Am 08. Februar ist Tu Bischwat, der 15. Tag im Monat Schwat. Das Neujahrsfest der Bäume wartet und lädt zum bewussten Wahr-nehmen der Natur ein. Der Ursprung des Festes liegt in der Landwirtschaft des biblischen Israel. Der 15.Schwat beschloß ein Zinsjahr. Er liegt in etwa in der ausgehenden Regenzeit. Die Natur beginnt wieder aufzuleben, der Saft steigt, Knospen und Blühen beginnt, Früchte werden erkennbar, nehmen ihre Formen an – das Neujahr der Bäume, der Pflanzen.

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von: Johanna Melchior

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Banu Choschech legaresch

— Wir (sind ge–) kommen das Dunkel zu vertreiben —

So sagt Israel in den Nächten und Tagen des Festes Chanukka.

Ganz naheliegend ist dies Vorhaben in den dunklen Wochen des Dezembermonats. Wenn Abend für Abend eine Kerze mehr am Leuchter entzündet wird — dann wird es hell und heller. Dann strahlt der Lichtschein hinaus in die nächtliche Dunkelheit. Dann wärmt der Lichtschein auch die gelegentlich im Dunkeln verharrende Seele. Das tut gut.

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von: Johanna Melchior

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